Die Geschichte der Bücherei
Bis 1946 war der Borromäusverein mit der Bücherei im Pfarrhaus untergebracht. Die Bücherei wurde dann 1946 in die
"alte Sakristei" verlegt, in der zu NS-Zeiten Erstkommunion- und Firmvorbereitungen stattfanden.
10 Jahre später wurde die Kirche mit einer Heizung ausgestattet, und die Bücherei musste in das 1953 erbaute
Pfarrheim wechseln. Von 1956 bis 1971 war sie im Obergeschoss in einem Raum untergebracht, der heute als
Gruppenraum dient. Der jetzige Chorraum beherbergte die Bücherei dann bis 1981.
Nach 25 Jahren im Pfarrheim zog die Bücherei in die alte Volkbank um und konnte 1992 nach einer Renovierung der
Räumlichkeiten neueröffnet werden.

Seit 1998 wird die Ausleihe mit Hilfe von Computern erledigt. Die Erfassung der Medien begann 1994.

Während der Renovierung 1992 mussten Bücher und Regale in die Kirche bzw. ins Pfarrheim ausgelagert werden.
Auf dem Dachboden des Pfarrheims fanden sich dabei (ur-)alte Büchereiakten mit interessanten Dokumenten,
welche in der Rubrik 'Impressionen' eingesehen werden können.

Es handelt sich z. B. um

- Einen Auszug aus den Beitragslisten des Borromäusvereins in Bonn, welcher z. B. zeigt , dass bereits 1866
aus Goldenstedt erste Beiträge gezahlt wurden. Einigen Mitgliedslisten kann man entnehmen, wer alle zum Goldenstedter
Borromäusverein gehörte.

- Schriftstücke aus der Zeit des 2. Weltkrieges, in dem z. B. die Beschlagnahmung von Büchern durch die Gestapo
hervorgehen oder Beschreibungen der Umstände, unter denen Büchereiarbeit geleistet wurde. Bei der Rückgabe der
beschlagnahmten Bücher war das scheinbar größte Problem fehlende Nägel, doch wie eine Registrierungsurkunde
der Militärregierung zeigt, hat die Bücherei diese Zeit auch überstanden.